Jens Beeck

Orientierungsdebatte zu vorgeburtlichen Bluttests

Jens Beeck bei der Pressekonferenz der interfraktionellen Parlamentariergruppe

Jens Beeck, teilhabepolitischer Sprecher der Fraktion der Freien Demokraten, spricht sich für eine Orientierungsdebatte zu vorgeburtlichen Bluttests im Deutschen Bundestag aus.

„Für mich steht nicht im Zweifel, dass ein nicht-invasiver Bluttest einer invasiven, mit erheblichen Gesundheitsrisiken verbundenen, Fruchtwasseruntersuchung vorzuziehen ist. Dieser medizinische Fortschritt muss unabhängig von finanziellen Verhältnissen der Beteiligten zur Verfügung stehen. Daher spricht viel dafür, dass der Bluttest zu einer Kassenleistung wird.

Eine Entscheidung pro Kostenübernahme würde das wertvolle Gut der Selbstbestimmung der Menschen stärken. Das gilt insbesondere für das Selbstbestimmungsrecht der Frau, das für uns Freie Demokraten ein sehr hohes Gut ist.

Medizinischer Fortschritt ist davon unbeschadet immer mit ethischen Fragen eng verbunden. Für die kommenden Jahre wird erwartet, dass das medizinische Wissen und das „technische Können“ sich weiter rasant entwickeln.

Diese gewaltige ethische und gesellschaftliche Dimension anerkennend, folgen wir gerne der Anregung des Vorsitzenden des Gemeinsamen Bundesausschusses, eine ethische Debatte im Deutschen Bundestag hierzu zu führen. Diese muss in einen breit angelegten Beteiligungsprozess eingebettet sein, der alle Beteiligten hört und ernst nimmt.

Die Freien Demokraten halten gemeinsam mit anderen Fraktionen die aufgeworfenen Fragen für so bedeutend, dass eine offene Orientierungsdebatte im Plenum des Deutschen Bundestages hierzu die richtige und angemessene Eröffnung einer Diskussion ist und unterstützen deswegen die entsprechende Initiative der interfraktionellen Parlamentariergruppe.“