Jens Beeck

"Barrierefreiheit ist elementarer Bestandteil echter Teilhabe"

Jens Beeck gemeinsam mit Roman Müller Böhm (FDP) sowie Prof. Dr. Thomas Kahlisch, dem Direktor der Deutschen Zentralbücherei für Blinde zu Leipzig (DZB)

Derzeit wird im Deutschen Bundestag über die Umsetzung der EU-Richtlinie beraten, womit die im Vertrag von Marrakesch getroffenen Vereinbarungen in deutsches Recht übertragen werden. Hierzu äußert sich der teilhabepolitische Sprecher der FDP-Fraktion, Jens Beeck:

„Der Vertrag von Marrakesch soll für einen besseren Zugang von blinden und sehbehinderten Menschen zu Literatur sorgen. Für mich gehört Literatur zu unserem kulturellen Erbe. Wenn wir Menschen mit Behinderungen daher echte Teilhabe ermöglichen wollen, müssen wir ihnen auch den Zugang zu einem so elementaren Bestandteil unserer Kultur ermöglichen. Zudem muss auch der Zugang zu Schulbüchern und Studienmaterial sichergestellt sein. Das Ziel des Vertrages ist daher richtig und wichtig.

In Deutschland wird die Umsetzung wieder einmal besonders kompliziert und nutzerunfreundlich vollzogen. Wir Freie Demokraten stehen vollumfänglich hinter dem Urheberrecht. Allerdings dürfen bürokratische und nicht praktikable Vergütungsregeln nicht zu Lasten der Marrakesch-Ziele gehen.

Anstatt sich hier zu verzetteln, sollte die Bundesregierung die Sorgen und Nöte von Menschen mit Behinderungen ernst nehmen und vernünftige Lösungen anvisieren. Die Sachverständigen haben in der öffentlichen Anhörung deutlich gemacht, dass hier noch einiges zu tun ist.“